Hilfe, überall Sneaker !

Jedes Übel hat seinen Anfang

Ein junger Mann namens Stefan betritt seine Wohnung. Er kriegt kaum die Tür auf, da Sneaker auf der anderen Seite den Weg blockieren. Alles liegt wild verstreut auf dem Boden und Ordnung ist für Stefan anscheinend ein Fremdwort.  Wer auch unter solchen Sauberkeitsdefiziten leidet, sollte dringend daran etwas ändern. Schuhe machen die Teppiche dreckig und wirken sich auf die Hygiene im Zimmer aus. Mit etwas Pech finden einige Insekten über die Sneaker Eingang in die heimische Wohnung und breiten sich aus. Die Freude wird grenzenlos sein, wenn der unordentliche Mensch eines Nachts aufwacht und Spinnen im Gesicht herumkrabbeln.

Ein Hauptproblem besteht meistens in mangelnder Motivation aufzuräumen. Diese Herausforderung kann mit etwas Druck gelöst werden. Einfach der Mutter oder dem Lebenspartner ein paar Geldscheine in die Hand drücken und für jeden Tag der Sauberkeit gibt es etwas Geld zurück. Dann freuen sich auch die Teppiche wieder darüber, frei atmen zu können.
Wem das noch immer nicht als Motivation ausreicht, sollte sich einige Dokumentation über dreckige Häuser anschauen. Tatsächlich gibt es Krankheiten, die in mangelhaftem Putzverhalten bestehen. Die bekannteste nennt sich Messie-Syndrom und steht für Menschen, die nur unter Zwängen aufräumen können. Sie lassen ihre Wohnungen verwildern, ein Wandlampe leuchtet nicht mehr und Lebensmittel fangen zu schimmeln an. Kein schöner Anblick. 

Weitere Probleme ergeben sich wie von selbst

Nicht nur auf das eigene Leben hat Unordnung im Haushalt erhebliche Auswirkungen. Andere Menschen können auch darunter leiden, vor allem wenn sie im gleichen Haus wie der Betroffene wohnen. Die Wandlampe wird von alten Papiertüten verdeckt und die Küche kann ohne Sauerstoffmaske nicht mehr betreten werden. In einer solchen WG würde nicht einmal ein armer Student wohnen.
Mangelnde Sauberkeit hat viele Nachteile auf das Sozialleben. Der Betroffene wirkt so, als würde er sein Leben nicht auf die Reihe bekommen. Eine Frau die so eine Wohnung sieht ist schneller verschwunden, als der Mann Rosen auspacken kann. Andere Leute erhalten einen sehr unordentlichen Eindruck von dem Menschen, der auf dem Boden viele Sneaker liegen lässt.
Wie soll auch so ein Mensch erfolgreich andere Probleme des Alltags bewältigen, wenn es nicht einmal für die eigenen Schuhe reicht. Leider bleibt es auf Dauer nicht nur bei Schuhen. Früher oder später gesellen sich andere Gegenstände dazu, die das Bild der Wohnung zerstören. Im Endeffekt liegen überall Dinge herum, die keinen Nutzen haben. Das Endstadion ist von der Faulheit geprägt, sogar ekelhaften Müll frei liegen zu lassen. Ein Windlicht wird zum Sicherheitsrisiko.

Wege aus dem Schlamassel

Natürlich sind Sneaker modisches Schuhwerk, das auf der Straße einen trendigen Eindruck erweckt. Daheim haben sie allerdings neben dem Bett nichts zu suchen und sollte regelmäßig gesäubert und aufgeräumt werden. Am besten nicht zu lange damit warten. Sobald das traute Heim betreten wurde, sollten sie ordnungsgemäß verstaut werden. Ansonsten geht die Übersichtlichkeit verloren und wenn schon fünf Paare auf dem Boden liegen, kann sich ein sechstes Paar gerne dazugesellen. Andere wichtige Gegenstände gehen in dem Chaos nicht mehr verloren. Oft kommt es vor, dass die Fernbedienung nicht mehr zu finden ist. Im Regelfall versteckt sie sich in der Unordnung auf dem Boden. Wenn alles nichts hilft, kann dem Übel ein Schuhschrank Abhilfe schaffen. Jegliches Schuhwerk findet dort seinen festen Platz und Sneaker müssen nicht mehr verstreut auf dem Boden übernachten. Sie finden ihr eigenes Heim im schönen Schrank.
Ordnung hat viele Vorteile. Endlich kommen andere Gegenstände so richtig zur Geltung und es lebt sich einfach besser in der Wohnung. Ein Windlicht kann ohne Bedenken angezündet werden. Vorher wäre eine Liste zu bestimmten Sicherheitsvorkehrungen nötig geworden, aber da nun kein altes Papier mehr die Tische verziert, können sie angezündet werden.

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